Oberstdorf und Kleinwalsertal


Eher durch Zufall war ich Mitte Juni im südlichsten Teil Deutschlands. Drei Tage Allgäu, wandern, vielleicht auf einen Berg hoch, mal schauen, wie es so in Österreich, Liechenstein und Schweiz aussieht. Naja, das Wetter war eher durchwachsen, Mittags immer so zwei bis vier Stunden Regen. Eine Bergwanderung wollte ich da nicht unternehmen, aber es bietet sich hier so viel an. Schaun wir mal, was nackig geht.

Kurz gesagt: In Oberstdorf wenig, Touristengebiet, sehr gut mit Wanderwegen und der entsprechenden Infrastruktur versehen, viele Wanderer. Erst am ersten Abend konnte ein Teil nackig zurückgelegt werden. Umso schöner, als dann kurz vor der Unterkunft eine sonnenbeschienene Bank stand.

Am zweiten Tag sollte es dann „bis das der Regen aufhört“ von der Unterkunft bei Fischen zum Eingang der Breitachklamm gehen. Am Ochsenberg begann es zu regnen. Und was macht der Wanderer, wenn es regnet und die Kleidung nicht so nass werden soll? Ja, er zieht sie aus. Warm genug war es. So konnte bis kurz vor Fischbach ein schöner Weg nackig zurückgelegt werden.

Passend zum Erreichen der Breitachklamm kam dann auch die Sonne raus, sodass in diese wahrlich sehens- und besuchenswerten Klamm etwas Sonnenlicht fiel und für schöne Lichtspiele mit dem hier wahrlich genug vorhandenen Wasser sorgte. Nackig ging hier natürlich nicht. Tip: Die Klamm am Nachmittag besuchen, mir gelangen sogar Photos ohne Personen.

Viele besuchen nur die engsten Stellen der Klamm, ich wollte weiter bis ins Kleinwalsertal hinein und dann mit dem Bus zurück. Und es hat sich gelohnt, kaum noch Wanderer, die Sonne schien, wunderschöner Flusslauf.

Kurz vor der Grenze nach Österreich konnte die Wanderkleidung angelegt werden und über das Tal der Breitach und des Schwarzwasserbaches ging es ohne Probleme nackig bis kurz vor Rietzlern.

Eher unfreiwillig, denn der direkte Weg von der Stelle, wo der Schwarzwasserbach in die Breitach mündet nach Rietzlern war gesperrt – keine Brücke. Was zuerst nervte, anstelle 30 Minuten nach Rietzlern auf einmal wieder 50 Minuten, lohnte sich im Nachhinein auf jeden Fall. Das Schwarzwassertal ist wunderschön. Mit kleinem Wasserfall …


und einer kleinen Hangmoorfläche mit blühenden Orchideen und Wollscheidengras.


Drei Wanderer begegneten mir hier auf etwa 10 Kilometer Wegstrecke. Es wurde dann sogar noch ein kleiner Abstecher zu der Naturbrücke am Schwarzwasser angehängt, absolut sehenswert.


Auch hier kamen so insgesamt 20 Kilometer Wegstrecke zusammen. Davon ging viel nackig, eben da, wo sich nicht so viele Touristen aufhalten. Auch hier ballt sich „der Tourismus“ auf die Höhepunkte und vielleicht 2 Kilometer umzu. Darüber hinaus ist es deutlich ruhiger, angenehmer und eben auch nackig erlebbar.

Die Rückreise erfolgte ganz problemlos mit dem Linienbus.

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